Satzung

Beschlossen in der Mitgliederversammlung am 8.7.2017 in Köln

§ 1 Name

Der Verein führt den Namen „Bund deutscher Volksbühnen e.V. – Föderativer Zusammenschluss von Kulturgemeinschaften“ (nachfolgend „Verein“ genannt) und hat seinen Sitz in Essen. Er ist beim Amtsgericht Essen registriert.

§ 2 Zweck des Vereins

Der Verein ist ein Zusammenschluss rechtlich selbständiger Organisationen (nachfolgend „Mitglieder“ genannt), die sich zu den Grundsätzen der Volksbühnenbewegung in der Nachfolge des „Verbandes der deutschen Volksbühnen-Vereine e.V.“ von 1920 bekennen und sich der Aufgabe stellen, Kultur, Bildung und Kunst zu fördern und allen Schichten der Bevölkerung zugänglich zu machen. Die Eigenständigkeit der Mitglieder bleibt unangetastet.

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung, ist selbstlos tätig und verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt  werden.

§ 3 Aufgaben

Der Verein setzt sich auf Bundesebene ein für

  • die Verbreitung und Vertiefung der Volksbühnenidee in der Öffentlichkeit
  • die Zugänglichkeit von Kultur, Bildung und Kunst für jedermann
  • die kulturelle Vielfalt und Freiheit der Kunst mit allen Ausdrucksmöglichkeiten
  • den allgemeinen kulturellen Informations- und Erfahrungsaustausch
  • die öffentlich rechtliche Verpflichtung zur Kulturfinanzierung

Der Verein setzt sich intern ein für

  • die Beratung von Mitgliedern
  • die Information und den Erfahrungsaustausch in Arbeitstagungen
  • die Herausgabe und Betreuung eines Kontaktmediums für die Mitglieder

§ 4 Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft wird gegenüber dem Vorstand beantragt und von diesem mit einfacher Mehrheit beschlossen. Die Mitgliedschaft verpflichtet zur Mitarbeit und zur Förderung der satzungsgemäßen Belange des Vereins.

Die Mitgliedschaft kann zum Ende eines Geschäftsjahres (Kalenderjahr) gekündigt werden. Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate. Ein ausgetretenes Mitglied hat keine finanziellen Ansprüche gegenüber dem Verein.

§ 5 Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Vereins. Sie besteht aus den Delegierten der Mitglieder, die dem Verein beigetreten sind und von diesen für die jeweilige Sitzung benannt werden. Jedes Mitglied hat durch seine/n Delegierte/n eine Stimme. Das Stimmrecht kann für die Sitzung einer Mitgliederversammlung schriftlich einem anderen Mitglied übertragen werden. Ein entsprechendes Schriftstück ist dem Versammlungsleiter vorzulegen. Zusätzlich können Gäste mit Rederecht an der Mitgliederversammlung teilnehmen.

Die Mitgliederversammlung findet mindestens alle zwei Jahre statt. Sie ist beschlussfähig, wenn mehr als ein Drittel der Mitglieder vertreten ist. Ort, Zeit und vorläufige Tagesordnung werden vom Vorstand festgesetzt und sind den Mitgliedern schriftlich spätestens vier Wochen vorher zur Kenntnis zu geben. Die Versammlung wird geleitet durch den/die Vorsitzenden/Vorsitzende oder einen/eine der Stellvertreter/Stellvertreterinnen. Sie wählt aus ihrer Mitte den Vorstand und die Revisoren für die Dauer von vier Jahren. Ihr ist alle zwei Jahre ein Tätigkeitsbericht des Vorstandes, ein Kassenbericht und ein Bericht der Revisoren vorzulegen. Über Verlauf und Beschlüsse der Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen und vom/von der Versammlungsleiter/in und dem/der Schriftführer/in zu unterzeichnen und den Mitgliedern zuzustellen.

§ 6 Vorstand

Der Vorstand besteht aus einem/einer Vorsitzenden, zwei Stellvertretern/ Stellvertreterinnen, einem/einer Kassenwart/in, einem/einer Schriftführer/in und bis zu zwei Beisitzer/innen. Diese bilden gemeinsam den Gesamtvorstand.

Der/die Vorsitzende und die Stellvertreter/innen vertreten den Verein gemäß § 26 BGB jeweils für sich allein nach außen. Der Vorstand entwickelt und fördert Aktivitäten im Sinne von §3. Insbesondere bereitet er die Mitgliederversammlung, Fachtagungen und gegebenenfalls bundesweite Volksbühnentage vor. Er pflegt Kontakte zu den Kulturverantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Verwaltung.

Die Tätigkeit des Vorstands ist ehrenamtlich. Er gibt sich eine Geschäftsordnung im Rahmen dieser Satzung.

§ 7 Mitgliederbeiträge

Der Verein erhebt zur Finanzierung seiner Arbeit von seinen Mitgliedern Jahresbeiträge. Die Höhe des gestaffelten Mitgliedsbeitrages setzt die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes fest. Maßstab für die zu entrichtenden Beiträge ist die Mitgliederzahl der einzelnen Mitglieder am 31.12. des dem Geschäftsjahr vorangegangenen Kalenderjahres.

§ 8 Satzungsänderungen

Satzungsänderungen können durch die Mitgliederversammlung nur beschlossen werden, wenn sie in der vorläufigen Tagesordnung angekündigt sind und in der Sitzung mehr als die Hälfte der Mitglieder vertreten ist. Sie bedürfen der Zustimmung von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen.

§ 9 Auflösung

Die beabsichtigte Auflösung des Vereins wird auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, zu der der Vorstand unter Einhaltung der Formalien des §5 einzuladen hat. Die beabsichtigte Auflösung ist in der vorläufigen Tagesordnung anzukündigen. Die Mitgliederversammlung ist unabhängig von der Anzahl der vertretenen Mitglieder beschlussfähig. Für die Wirksamkeit des Auflösungsbeschlusses ist die Zustimmung von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Die Liquidation wird durch den amtierenden Vorstand durchgeführt.

Bei Auflösung des Vereins fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für die gemeinnützige Förderung von Kunst und Kultur und der kulturellen Volksbildung weiter Kreise der Bevölkerung.